20.10.2026

50 Jahre ökum. Friedenskirchlein

 

Am 10. Oktober 1976 segneten Bischof DDr. Stefan Laszlo und Pfarrer Horst Lieberich das ökumenische Friedenskirchlein und übergaben es als Gottesdienstraum und Aufbahrungshalle.

 

Mit freiwilliger Mitarbeit und finanzieller Unterstützung setzte die Ortsbevölkerung schon damals ein Zeichen des Miteinanders.

Der mit dem Friedenskirchlein gesäte ökumenische Geist trug viele Früchte, betonten die evangelische Pfarrerin Gerda Pfandl und der katholische Pfarrer Karl Heinz Mück beim gemeinsamen Gottesdienst zum 20-jährigen Bestehen.

Im Juni 2014 feierten evangelische und katholische Christ:innen mit der gesamten Gemeinde ein Friedensfest.

In Kalkgruben werden jährlich der Kirtag mit ökumenischem Gottesdienst und seit 2019 am Heiligen Abend eine ökumenische Vesper gefeiert.

 

Am Fest zum 50-jährigen Bestehen feierten zahlreiche Gäste gemeinsam mit den Kalkgrubner:innen. Pfarrer Andreas Binder und Pfarrer Shinto begrüßten die Festgäste, allen voran Bischöfin Cornelia Richter und Generalvikar Michael Wüger.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes präsentierten die Kinder ein selbst gestaltetes Bild mit dem Friedenstext „Suche den Frieden und setze dich dafür ein“. Dazu sangen sie ein passendes Lied.

Die evangelische Bischöfin Cornelia Richter erinnerte an die Ökumene, die vor 50 Jahren praktisch begonnen wurde und seither immer wieder gemeinsam gelebt wird. Sie ermutigte dazu, weiterhin voneinander und miteinander zu lernen.

 

Generalvikar Michael Wüger überbrachte die Glückwünsche von Bischof Ägidius Zsifkovics. In dessen Botschaft hieß es:„Das Friedenskirchlein ist nicht nur ein Bauwerk, es ist ein Ort für den lebendigen Glauben.“

Bürgermeister Manfred Degendorfer und ein Landtagsabgeordneter würdigten die gelebte Dorfgemeinschaft. In Kalkgruben seien Respekt und der Einsatz für den Frieden sichtbar und spürbar: Das Gemeinsame werde vor das Trennende gestellt.

 

Nach der Landeshymne führte die Musikkapelle den Festzug zum Feuerwehrhaus. Dort wurden die Gäste mit Speisen und Getränken bewirtet.

Auch für die Kinder gab es ein abwechslungsreiches Programm mit drei Stationen. Sie konnten sich schminken lassen, malen, Steckbilder gestalten oder mit Bausteinen kreativ werden.

Froh und dankbar über das große Interesse und die vielen Menschen, die diesen besonderen Festtag gemeinsam mit uns Kalkgrubner:innen gefeiert haben, klang das Fest am späten Nachmittag aus.

 

Das Vorbereitungsteam bedankt sich herzlich bei allen, die zum Gelingen beigetragen und auch beim anschließenden Aufräumen mitgeholfen haben.  

Christa Fraunschiel