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21.04.2026

Akolythat

Ausbildung zum Akolyth und zur Akolythin. Ihre Aufgabenfelder und Beauftragung.

 

 

Was ist ein Akolyth, eine Akolythin?

 

Der Ausdruck Akolyth kommt aus dem Griechischen. Das Zeitwort bedeutet „nachfolgen“. Akolythen sind demgemäß Helferinnen und Helfer des Diakons und Priesters am Tisch des Herrn. Der Dienst hat seinen Platz also in der eucharistischen Liturgie und der Feier der Sakramente. Insofern sind dem Akolyth folgende liturgische Dienste zugeordnet: Kommunionhelfer:innen, Ministrant:innen, Mesner:innen. Sie sollen vom Akolyth, der Akolythin nicht verdrängt werden. Im Gegenteil soll dieser Dienst als einer unter vielen wahrgenommen werden. Darüber hinaus trägt diese Person Sorge, dass Menschen für diese Aufgaben gewonnen werden und zum Wohl der Pfarre wirken können. Dies geschieht in Abstimmung mit dem Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat.

 

 

Aufgabenfelder des Akolythen / der Akolythin

  • Er nimmt in der Eucharistie und anderen liturgischen Feiern jene Aufgaben wahr, die ihm auf Grundlage der liturgischen Normen zukommen (z.B. Bereitung des Altars, Reinigung der liturgischen Gefäße, etc.).
  • Förderung der aktiven und tätigen Teilnahme der Gemeinde an der Liturgie.
  • Aufgaben eines „außerordentlichen Kommunionspenders“.
  • Vorbereitung der Ministrant:innen auf ihren Dienst bzw. liturgische Feiern.
  • Wo es keine Ministranten gibt, versieht er in der Messfeier ihren Dienst.
  • Assistenz bei Begräbnissen, Taufen und anderen Feiern.
  • Sorge für die Pflege der liturgischen Geräte, Paramente und Kirchenräume.

Die Begleitung folgender Dienste in der Pfarre obliegt ebenfalls dem Akolyth, der Akolythin: Ministrant:innen, Mesner:innen und Kommunionhelfer:innen (vorallem der Aufgabe der Krankenkommunion).

 

 

Ausbildungsinhalte

  • Einführungstag
  • Grundkurs Pastoral
  • Grundkurs Liturgie
  • Grundkurs Verkündigung - Bibel
  • Spiritueller Tag – „Orientierungstag“
  • Präventionsschulung
  • Leitung – Kommunikation – Milieus – Haltung
  • Kennenlernen der Diözese
  • Rollenverständnis, Aufgaben des Akolyths
  • Vertiefung Liturgie
  • Kommunionhelfer mit Krankenkommunion

 

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten

  • Wortgottesfeierleiter:in
  • Liturgische Feiern – Segensfeiern, Anbetung, Andachten, Betstunden
  • Begräbnisleitung

 

 

Voraussetzungen für den Dienst des Akolythats

  • dass man in einer Gemeinde verankert ist und aktiv am Leben der christlichen Gemeinschaft teilnimmt
  • fähig ist, geschwisterliche Beziehungen zu knüpfen
  • eine Sehnsucht danach hat, den Glauben zu pflegen und zu vertiefen
  • Vollendung des 21. Lebensjahres

 

Die Träger:innen dieses Dienstes sind in diesem Sinn als Getaufte missionarische Jünger:innen und immer auf Charismensuche. Sie kommunizieren das Evangelium und begleiten andere im Glauben. Sie leben aus dem Heiligen Geist.

Notwendig ist eine persönliche Haltung, die Menschen zu mögen, auch wenn es „schwierige“ Situationen und Personen gibt.

 

Zu den persönlichen Haltungen gehört -

  • Kooperationsfähigkeit
  • Pluralitätskompetenz
  • Teamfähigkeit

Wichtig sind daher Fähigkeiten zur Kommunikation des Glaubens und Begleitung.

Wesentlich ist auch die Bereitschaft zur Weiterbildung bzw. zur Evaluierung dessen, was man tut und zur Reflexion.

 

 

Verantwortlichkeiten und Beauftragung

 

Der Dienst des Akolythen, der Akolythin ist ein dauerhaft qualifiziertes Amt in der Kirche.

Er besteht unabhängig vom amtierenden Pfarrer und wird in den Pfarren und Seelsorgeräumen aufgrund der bestehenden Charismen eingesetzt.

Das Dekret des Bischofs wird immer auf die Dauer von 5 Jahren ausgestellt.

Die Ausbildungskosten trägt die Diözese.

 

 

Theologische Begründung

 

Begründet sind die neuen Dienste in der Taufberufung (Spiritus Domini), in der Berufung zur Sendung (ÖBK) sowie im Anvertrauen von Charismen zum Aufbau des Leibes Christi (1 Kor 12 4-7), die zum Gemeinwohl der Kirche eingesetzt werden sollen. Es geht darum, einen Dienst im apostolischen Geist auszuüben, sich selbst zu vertiefen und der christlichen Gemeinschaft zu dienen.

 

 

Richtlinien der österreichischen Bischofskonferenz  

 

 

Eine missionarische und synodale Dimension

 

Es geht um eine aktive Partizipation an der Sendung der Kirche, an einer Verkündigung des Evangeliums in allen Dimensionen.

Katechetisch, verkündend, begleitend; liturgisch, feiernd, anbetend; in Erkenntnis und Vertiefung des Wortes Gottes in der Heiligen Schrift.

In diesen Sendungen lebt und verwirklicht man die Botschaft: Gott ist nahe.

 

Es geht darum, Gott Raum zu geben, dass er gehört und erfahren wird, auch durch mein Wirken.

Das geschieht immer wieder bruchstückhaft in den verschiedenen Dimensionen des kirchlichen Lebens (und darüber hinaus).

Bei manchen können wir mitarbeiten. Jede und jeder an seinem und ihrem Ort, gemäß den eigenen Begabungen, gemäß dem übernommenen Auftrag im Namen der Kirche.

Wichtig ist es, die konkreten Menschen im Blick zu haben.

Wertschätzend, zuhörend, wohlwollend.

All das sind Haltungen, in denen bereits das Evangelium verwirklicht wird (vgl. den Text der Österreichischen Bischöfe „Verkündigung und neue Evangelisierung in der Welt von heute“, besonders Kapitel 6 und 7, „Menschen im Dienst der Verkündigung“ und „Der Stil der Verkündigung“).

Somit ergibt sich durch die neuen Dienste, wie auch durch vieles andere, eine Einladung, nach dem Evangelium zu leben.

Die Übernahme eines solchen Dienstes macht diese Einladung für die entsprechenden Personen nochmals bewusst.

 

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