07.09.2026
KMB

Schritt für Schritt ein Zeichen des Friedens

Die 4. Friedensprozession der Katholischen Männerbewegung führte von Halbturn nach Mönchhof und verband Gebet, Gemeinschaft sowie gelebte Versöhnung.

 

HALBTURN / MÖNCHHOF. In einer Zeit, die von weltweiten Unruhen, Spannungen und Kriegen geprägt ist, setzt die Katholische Männerbewegung (KMB) der Diözese Eisenstadt ein klares und sichtbares Signal. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich am Samstag, dem 5. September 2026, auf den Weg, um gemeinsam für den Frieden zu beten und zu gehen. Bereits zum vierten Mal lud die KMB zu dieser besonderen Initiative ein, die jedes Jahr in einer anderen Region des Burgenlandes stattfindet. Dieses Mal war das Dekanat Frauenkirchen Schauplatz des Friedensweges.

 

Geistliche Stärkung zum Auftakt

 

Der Tag begann um 9:00 Uhr beim Pfarrtreff in Halbturn. Bei einem kleinen Frühstück kamen Frauen und Männer ins Gespräch, bevor KMB-Diözesanobmann Vinzenz Jobst und Stadtpfarrer Gabriel Kozuch (Neusiedl am See), geistlicher Assistent der KMB, die Anwesenden herzlich begrüßten. Auch KMB-Dekanatsobmann Hans Haider zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme aus verschiedenen Pfarren.

Pfarrer Gabriel Kozuch stimmte die Pilgergruppe mit geistlichen Impulsen und dem gemeinsamen Gesang („Mit dir geh ich alle meine Wege“) auf das Unterwegssein ein. Unter dem Leitgedanken, selbst zu Botinnen und Boten des Friedens im eigenen Herzen, in den Beziehungen und in der Gesellschaft zu werden, machten sich die Pilger nach dem Reisesegen auf die rund 2,3 Kilometer lange Wegstrecke nach Mönchhof.

 

Mit Kreuz, Fahne und Steinen des Lebens

 

Angeführt von Kreuz und KMB-Fahne zog die Gruppe durch die burgenländische Landschaft. Eine besondere Symbolik begleitete den Fußweg: Die Teilnehmer sammelten entlang der Strecke Steine ein. Diese standen sinnbildlich für persönliche Lasten, innere Unruhen, verhärtete Konflikte und die Schwere des weltweiten Unfriedens.

Gegen 10:30 Uhr erreichte der Zug das Bahnhofsmuseum in Mönchhof. Von dort formierte sich eine feierliche Prozession zum Dorfmuseum Mönchhof, wo die Gruppe durch das historische Areal zur Museumskirche zum Hl. Josef zog.

 

Wortgottesdienst: Ein Steinkreuz als Hoffnungszeichen

 

In der stimmungsvollen Museumskirche feierten die Pilger einen berührenden Wortgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Gabriel Kozuch. Im Zentrum stand das Innehalten und die ehrliche Selbstprüfung: „Bin ich zufrieden mit meinem Leben? Ist in meinem Inneren Friede? Zu welchen Menschen möchte ich Frieden bringen?“

Ein ergreifender Moment war das Niederlegen der gesammelten Wegsteine vor dem Altar: Gemeinsam wurden sie zu einem großen Kreuz arrangiert, als starkes Zeichen dafür, dass Gott aus Brüchen und Härten neues Heil und Frieden schaffen kann. Im Anschluss an die Lesung aus dem Johannesevangelium („Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“) und die Fürbitten für Kriegsgebiete sowie ein gewaltfreies Miteinander spendete Pfarrer Kozuch einen Segensspruch für den weiteren Lebensweg.

 

Begegnung, Kultur und gastfreundlicher Ausklang

 

Nach dem geistlichen Programm wartete im Stadl des Dorfmuseums eine wohlverdiente Stärkung. Bei Wiener Schnitzel und Krautfleckerln vom Gasthaus Frank genossen die Pilger das gesellige Miteinander. Zudem nutzten viele die Gelegenheit, die weitläufigen Ausstellungen des Freilichtmuseums zu erkunden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott galt dem Team des Dorfmuseums Mönchhof für die hervorragende Zusammenarbeit und die Möglichkeit, den Gottesdienst in der Museumskirche zu feiern.

Am frühen Nachmittag trat die Gruppe den gemeinsamen Rückweg an. Um 15:00 Uhr wieder wohlbehalten in Halbturn eingetroffen, fand die 4. Friedensprozession bei burgenländischem Wein und anregenden Gesprächen ihren feierlichen Ausklang. Ein großer Dank ging an die Pfarre Halbturn für die liebevolle Gastfreundschaft beim Frühstück und beim Abschluss.

Dankbar und gestärkt blickten alle Beteiligten auf einen rundum gelungenen Tag zurück, verbunden mit dem Auftrag, den empfangenen Frieden nun auch im Alltag weiterzutragen.

Auch nächstes Jahr wird die zur Tradition gewordene Friedensprozession wieder stattfinden, dann in einem anderen Dekanat.

Homepage Kath. Männerbewegung der Diözese Eisenstadt:
www.martinus.at/kmb