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80 Jahre „Glasnik“
Datum:
28.10.2026
Autor:
Redaktion des Glasnik

Die diesjährige Wallfahrt nach Loretto hatte diesmal auch eine besondere Bedeutung. Die erste Ausgabe des „Glasnik“ der Publikation der Diözese Eisenstadt in burgenland-kroatischer Sprache – erschien zu Ostern 1946. Somit feiern wir in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen des „Glasnik“.

Gleich zu Beginn der Festmesse drückte der Eisenstädter Bischof, Msgr. Dr. Ägidius Zsifkovics, in seiner Begrüßungsrede all jenen seinen Dank aus, die auf irgendeine Weise dazu beigetragen haben, dass diese Zeitschrift lebt.
 

Die Redaktion hatte bereits vor anderthalb Jahren mit den Vorbereitungen für dieses große Jubiläum begonnen. Monat für Monat wurde auf Seite 10 des „Glasnik“ eine Seite aus einer früheren Ausgabe veröffentlicht, um an jene Menschen zu erinnern, die über Jahrzehnte hinweg durch ihre Arbeit das Fortbestehen des „Glasnik“ sicherten, damit dieser die Frohe Botschaft verbreiteten und die Stimme der kroatischen Gläubigen im Burgenland sein konnte.
 

Anlässlich des Jubiläums wurde in Loretto zudem eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Glasnik 80!“ eröffnet. Achtzehn Roll-up-Banner präsentierten wichtige Ereignisse aus der Geschichte des „Glasnik“, stellten die Bischöfe und Chefredakteure vor und zeigten die verschiedenen Zeiträume, die dieses Sprachrohr durchlaufen hat. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Wert des „Glasnik“, seiner Bedeutung für unsere Volksgruppe und die Kirche sowie seiner Zukunft.


Zum Abschluss der hl. Messe wandte sich die Chefredakteurin des „Glasnik“ an die Wallfahrer:

„Es ist mir eine große Ehre und Freude – aber auch eine besondere Verantwortung, Sie im Namen des "Glasnik", der Publikation der Diözese Eisenstadt, anlässlich dieses besonderen Jubiläums zu begrüßen.“

 

80 Jahre „Glasnik“!

Das ist nicht bloß eine Zahl. Sie steht für 80 Jahre unserer Geschichte, unseres Glaubens, unserer kroatischen Sprache und unseres gemeinsamen Weges. Der „Glasnik“ erschien erstmals zu einer Zeit, als unser kroatisches Volk unter anderen Lebensumständen lebte – in einer Zeit, in der die Menschen noch tiefer mit ihren Pfarren, Kirchen, Bräuchen und ihrer Muttersprache verbunden waren. Über all diese Jahrzehnte hinweg war der „Glasnik“ weit mehr als nur eine kirchliche Publikation; er war die Stimme unseres Volkes. Er berichtete aus unseren Pfarren und über unsere Kirche, unsere Priester und die Gläubigen, während er zugleich bewahrte, was uns auszeichnet: unsere kroatische Sprache, Kultur, Literatur, unsere Bräuche und unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Generationen unserer Leser sind mit dem „Glasnik“ aufgewachsen. Manche erwarteten ihn jede Woche voller Vorfreude, andere bewahren ihn auch heute noch bei sich auf. Seine Seiten haben das Leben Einzelner, wichtige Ereignisse unserer Gemeinschaften, Jubiläen und Feierlichkeiten sowie den Alltag unseres Volkes festgehalten.
 

Aus diesem Grund ist der „Glasnik“ heute ein Chronist unseres kroatischen Volkes in der Diözese Eisenstadt. Als Chefredakteurin bin ich all jenen besonders dankbar, die in diesen 80 Jahren – durch ihre Arbeit, ihre Texte, ihre Fotografien, ihr Wissen und ihre Liebe – dazu beigetragen haben, dass der „Glasnik“ weiterhin Bestand hat.

Wir danken unseren ehemaligen Redakteuren, Mitarbeitern, Autoren, Übersetzern und Fotografen. Wir danken unseren Priestern und all jenen, die uns die Türen ihrer Pfarrhäuser und ihre Herzen geöffnet haben. Ein besonderer Dank gilt der Diözese Eisenstadt, unseren Bischöfen und all jenen, die den Wert dieser Publikation erkannt und sie unterstützt haben. Ohne ihre Hilfe hätte der „Glasnik“ dieses große Jubiläum nicht erreichen können. Wenn wir heute in die Zukunft blicken, wünschen wir uns, dass der „Glasnik“ weiterhin ein Ort der Begegnung bleibt – eine Begegnung zwischen Kirche und den Menschen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen unseren verschiedenen kroatischen Dialekten und Generationen. Wir wünschen uns, dass er weiterhin das Erbe unserer Vorfahren bewahrt und zugleich die Sprache der heutigen Zeit spricht und der auch der Jugend nahe bleibt. Denn den „Glasnik“ zu bewahren, bedeutet mehr als nur den Erhalt einer Zeitung; es bedeutet, die Kontinuität eines Volkes zu wahren. Unsere Sprache zu bewahren. Unseren Glauben zu bewahren. Unser Zusammengehörigkeitsgefühl zu bewahren.

Möge der „Glasnik“ auf seinem Weg in die nächsten achtzig Jahre seiner Mission treu bleiben: zu verbinden, zu informieren, zu bewahren und Zeugnis abzulegen. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie heute bei uns sind und gemeinsam mit uns das 80-jährige Bestehen des „Glasnik“ feiern. Wir haben die Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum bereits vor anderthalb Jahren begonnen, indem wir jeden Monat zur Erinnerung eine Seite aus einer alten Ausgabe des „Glasnik“ vorgestellt haben. Heute setzen wir dies mit dieser kleinen Ausstellung fort, die all jenen gewidmet ist, die in den vergangenen 80 Jahren für den „Glasnik“ gearbeitet haben, sowie Ihnen allen, die ihn gelesen, bewahrt und unterstützt haben. Es ist mein Wunsch, dass dieses Jubiläum nicht nur als Rückblick auf die Vergangenheit dient, sondern auch als gemeinsamer Schritt in die Zukunft. Möge unser „Glasnik“ weiterhin eine Stimme sein, die unser Volk, unsere Pfarren und unsere Gemeinschaften miteinander verbindet.
 

Ein besonderer Dank gilt dem Bundeskanzleramt der Republik Österreich für die geleistete Unterstützung sowie dem Zentralen Staatsamt für Kroaten im Ausland. In seinem Grußwort betonte Herr Dario Magdić, stellvertretender Staatssekretär des Zentralen Staatsamtes für Kroaten im Ausland, die Bedeutung des "Glasnik":

„Diese Publikation in kroatischer Sprache ist nicht nur eine Informationsquelle, sondern ein wertvoller Ausdruck des Engagements für die Bewahrung der kroatischen Sprache, des Glaubens sowie des kulturellen und traditionellen Erbes, aber auch für die Pflege und Stärkung der kroatischen nationalen Identität in der Republik Österreich. Wir möchten daher diese Gelegenheit nutzen, Ihnen und allen Mitarbeitern des „Glasnik“ viel Erfolg, Ausdauer und eine fruchtbare Arbeit für die kommenden Jahre zu wünschen.“


Dank an den Bischof

Anschließend richtete die Chefredakteurin einen besonderen Dank an den Bischof von Eisenstadt, Msgr. Dr. Ägidius Zsifkovics:

Exzellenz, hochwürdigster Herr Bischof,

gestatten Sie mir, Ihnen als Chefredakteurin des „Glasnik“ zu diesem besonderen Anlass meinen tief empfundenen persönlichen Dank auszusprechen. Ich danke Ihnen für alles, was Sie im Laufe der Jahre für unseren „Glasnik“ getan haben – zunächst als dessen früherer Chefredakteur und später als Bischof. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen sowie dafür, dass Sie den Wert und die Bedeutung dieser Publikation für das kroatische Volk und die Diözese Eisenstadt erkannt haben. Im Namen aller Burgenlandkroaten danke ich Ihnen dafür, dass Sie sehen, dass der „Glasnik“ nicht bloß eine Zeitung ist, sondern die Stimme unserer Kirche, die Stimme unseres Volkes und ein Bewahrer unserer kroatischen Sprache und Identität. Als Redakteurin schätze ich besonders das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben. Es ist eine große Verantwortung, aber zugleich auch eine Inspiration, den „Glasnik“ weiterhin mit Liebe, Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber unserer Kirche und unserem Volk zu gestalten. Ich danke Ihnen herzlich, Exzellenz, für alles, was Sie für den „Glasnik“ getan haben und weiterhin tun. Möge der gute Gott Sie für Ihre Güte und Unterstützung belohnen und uns noch viele Jahre der Zusammenarbeit im Dienste unserer Kirche, unserer kroatischen Sprache und unseres Volkes schenken.

 

 

Bilder: Redaktion des Glasnik

 

Redaktion des Glasnik
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