Der Glaube, die kroatische Sprache und die Musik führten 150 Menschen in Wien zusammen.
Am Freitag, dem 26. September, machten sich 150 Reisende aus Schandorf, Narda und Mursko Središće auf den Weg zu einem besonderen Ausflug nach Wien. Organisiert wurde die Fahrt von der Gemeinde Schandorf; sie bildete den Abschluss eines Projekts, das im vergangenen Jahr auf Initiative des Bürgermeisters von Schandorf, Bernhard Herits, ins Leben gerufen worden war.
Das Gesamtprojekt sah Besuche in drei Hauptstädten vor: Budapest, Zagreb und Wien. Die erste Station war Budapest, wohin dieselbe Gruppe von 150 Personen bereits am 22. März 2025 gereist war. Dort besuchten sie die hl. Messe in der St. Stephans-Basilika, gefolgt von einer Besichtigung des berühmten ungarischen Parlaments. Als Nächstes stand am 5. Dezember Zagreb, die Hauptstadt unserer alten Heimat Kroatien, auf dem Programm. Neben den Sehenswürdigkeiten der Republik Kroatien erwartete uns ein Adventsmarkt, der dem gesamten Tag eine besondere vorweihnachtliche Atmosphäre verlieh.
Und nun war Wien als letzte Etappe dieses wunderbaren Projekts an der Reihe. Die Gemeinde Schandorf unter der Leitung von Bürgermeister Bernhard Herits hatte ein außergewöhnliches Programm für alle Teilnehmenden vorbereitet. Gleich zu Beginn des Tages erwartete uns eine angenehme Überraschung: Wir versammelten uns in einem Wiener Park, wo die Schandorfer bereits Erfrischungen vorbereitet hatten. Bei guten Gesprächen, Lachen und geselligem Beisammensein entstand schnell eine echte, gemütliche Atmosphäre – und das mitten im großen Wien.
Als Nächstes stand eine besondere Fahrt mit einer alten Wiener Straßenbahn auf dem Programm. Sie bot uns die Gelegenheit, Wien aus einer anderen Perspektive zu erleben und die Sehenswürdigkeiten direkt aus der Bahn heraus zu betrachten. Wir fuhren durch die Stadt, bewunderten die berühmten Gebäude und genossen die einzigartige Atmosphäre der österreichischen Hauptstadt. Als Erinnerung entstand ein Gruppenfoto vor der Wiener Staatsoper. Im Anschluss hatten alle etwas Freizeit, um Wien auf eigene Faust zu erkunden – sei es bei einem Stadtbummel, bei einer Tasse Kaffee oder einfach beim Genießen des herrlichen Herbsttages. Ein Höhepunkt des Programms war die auf Kroatisch gefeierte hl. Messe in der Kirche „Am Hof“. Zelebrant war Pfarrer Branko Kornfeind; für die musikalische Begleitung sorgten die Brüder Herić aus Schandorf sowie Pfarrer Branko selbst. Die kroatische Sprache und die Lieder im Herzen Wiens zu hören, war für uns alle ein besonderer und bewegender Moment. Auf den geistlichen Teil des Tages folgte ein geselliges Beisammensein.
Den Abschluss dieses außergewöhnlichen Tages bildete ein Restaurantbesuch, bei dem eine fröhliche und lebhafte Stimmung herrschte. Bei ausgezeichnetem Essen und Trinken, guter kroatischer Musik und in froher Runde konnten sich alle entspannen und den Tag genießen. Es wurde gesungen, gelacht und geplaudert – die Zeit verging wie im Flug.
Dieser Tag in Wien war nicht bloß ein gewöhnlicher Ausflug; es war ein Tag des Miteinanders, der Freundschaft und der Gemeinschaft unserer Landsleute. Es war ein Tag, an dem wir gemeinsam unsere kroatische Sprache, unseren Glauben, unsere Lieder und unsere Identität in die Welt hinausgetragen haben. Budapest, Zagreb und Wien wurden so zu drei Kapiteln eines gemeinsamen Projekts, das Menschen aus unseren Dörfern miteinander verband und uns ermöglichte, gemeinsam Neues zu erleben und uns zugleich bewusst zu machen, wie wertvoll das Miteinander ist.
Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Schandorf für diese außergewöhnliche Initiative und die gesamte Organisation. Ein besonderer Dank gilt Bürgermeister Bernhard Herits, der dieses Projekt ins Leben gerufen und die Fahrt nach Wien organisiert hat. Ebenso großer Dank gebührt Pfarrer Branko Kornfeind, der uns begleitete, die hl. Messe feierte und diesen besonderen Tag durch seine Anwesenheit bereicherte.
Danke auch an alle Einwohner von Schandorf, Narda und Mursko Središće, deren Teilnahme, Wohlwollen und Fröhlichkeit dazu beigetragen haben, diesen Tag so schön und unvergesslich zu machen. Möge Gott alle segnen, die auf irgendeine Weise mitgewirkt haben! Mögen uns diese schönen Tage sowie die gemeinsamen Lieder, Gespräche und Erlebnisse noch lange in guter Erinnerung bleiben!
Text und Fotos: -gk-, Gemeinde Schandorf