Firmungen, Begegnungen und gemeinsames Feiern prägten die bischöfliche Visitation in Klingenbach, Siegendorf und Zagersdorf.
Im Seelsorgeraum „Unsere liebe Frau von Mariazell“ mit den Pfarren Klingenbach, Siegendorf und Zagersdorf stand am vergangenen Wochenende die kanonische Visitation durch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics im Zentrum der Aufmerksamkeit. Zahlreiche Gläubige nahmen an den Gottesdiensten und Begegnungen teil.
Einen Höhepunkt bildete am Samstag, 21. März, die Feier der Firmung in zwei Pfarren gleichzeitig: In der Pfarrkirche Klingenbach empfingen 19 Firmkandidatinnen und -kandidaten aus Klingenbach und Zagersdorf das Sakrament der Firmung durch den Diözesanbischof. Zeitgleich wurde in der Pfarrkirche Siegendorf 28 Jugendlichen das Firmsakrament gespendet, dort durch Generalvikar Michael Wüger.
In seiner Predigt hob der Bischof drei wesentliche Zeichen der Firmung hervor: das Handauflegen als Zeichen für den Empfang des Heiligen Geistes, die Salbung mit Chrisam sowie den Friedensgruß. Dieser sei verbunden mit dem Auftrag, den empfangenen Frieden in die Welt hinauszutragen.
Im Anschluss an die Firmungen kam es zu Begegnungen im kleineren Rahmen. In Siegendorf traf der Bischof beim Mittagessen im Heurigenrestaurant Simetich mit dem Pfarrgemeinderat sowie mit Kuratoren des Seelsorgeraumes zusammen. Am Nachmittag spendete er im Pflegekompetenzzentrum Siegendorf das Sakrament der Krankensalbung.
Der Sonntag stand im Zeichen der gemeinsamen Feier des gesamten Seelsorgeraumes. In der Pfarrkirche Siegendorf wurde eine Seelsorgeraummesse mit dem Diözesanbischof gefeiert, an der Gläubige aus allen drei Pfarren teilnahmen. In seiner Predigt ging der Bischof auf die Erweckung des Lazarus ein und deutete das Kreuz als zentrales Zeichen des Glaubens: Das gesenkte Haupt Christi, die offenen Arme als Einladung an alle Menschen sowie das offene Herz als Ausdruck der Liebe Gottes.
Nach dem Gottesdienst kam es zu weiteren Begegnungen. Beim Mittagessen im Gasthaus Gregorits in Klingenbach traf der Bischof mit den Pfarrgemeinderäten aller drei Pfarren sowie mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den Kuratoren zusammen. Am Nachmittag wurde im Altenwohn- und Pflegeheim Zagersdorf die Krankensalbung gespendet. Den Abschluss bildete ein Treffen mit Kindern im Pfarrheim in Siegendorf.
Der Seelsorgeraum wird von Pfarrer Stefan Raimann geleitet. Unterstützt wird er von Pastoralassistent Marinko Kelava, dem ehrenamtlichen Diakon Georg Vukovits und Pfarrsekretär Alexander Lein. In Zagersdorf ist zudem Andreas Stipsits als Aushilfspriester tätig.
Die drei Pfarren des Seelsorgeraumes verfügen über eine lange Geschichte: Die Pfarrkirche Klingenbach ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht und wurde in den Jahren 1975 bis 1976 neu errichtet. In Siegendorf reicht die Geschichte der Pfarrkirche Allerheiligen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die Pfarrkirche Zagersdorf ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht und wurde vor 1569 errichtet.
Die kanonische Visitation findet in der Diözese Eisenstadt alle sechs Jahre statt. Sie wird bereits im Vorfeld durch die sogenannte Kanzleivisitation vorbereitet, bei der Matrikenbücher, Protokolle und finanzielle Unterlagen geprüft werden. Die eigentliche Visitation bietet Raum für Begegnung zwischen dem Bischof und weiteren Mitgliedern der Diözesanverwaltung einerseits sowie den Gläubigen andererseits – einschließlich deren Pfarrer, den ehrenamtlichen Mitarbeitern, aber auch einem weiten Feld von Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, dem Sozialwesen und der Kultur.





